Die verschiedenen Hörschädigungen.

By | Samstag, 7. September 2013 Leave a Comment
" Du hast doch ein Hörgerät. Wieso hörst du dann so schlecht?"
Jaa, danke an den Jungen der mich mit dieser Frage zu diesem Post inspiriert hat. Nimms nicht so tragisch, Unwissenheit ist alltäglich.

Ein Hörschaden ist sehr sehr unterschiedlich von Person zu Person.

Bei jemandem der schlecht sieht, kauft man eine passende Brille, und derjenige sieht wieder scharf und gut.
Bei einem Hörgerät ist das leider ein bisschen anders. Ein Hörgerät verstärkt die Sprache die am Mikrofon ankommt und leitet sie in das Ohr weiter. Doch Hörgeschädigte Menschen hören ja nicht einfach nur leiser- viele haben Selektierungsschwierigkeiten. D.h. das Gehirn kann nicht sortieren, welche Geräusche wichtig, und welche unwichtig sind. Zum Beispiel das Tick-Tack-Tick-Tack einer Uhr. Hörende nehmen dieses Geräusch nicht 24h am Tag war- Hörgeschädigte teilweise schon. 
Außerdem gibt es eine sogenannte Hörschwelle. Es ist nicht so, dass man einfach leiser hört, sondern dass man erst ab einer bestimmten Lautstärke etwas hört.Sachen, die zu leise sind und garnicht erst bei dem Mikrofon des Hörgerätes ankommen, verschwinden einfach.
Auch das zeitliche Hören kann eingeschränkt sein: Wenn zu schnell gesprochen wird, bringt auch die richtige Lautstärke keinem was. So, wie das normale Schulenglisch oft nicht ausreicht um bei einem englischen Dialog mitzukommen, wenn der Muttersprachler richtig in Fahrt kommt.

Auch Stimmlagen, also gewisse Frequenzen, können Probleme machen: Manche haben große Probleme hohe, also meist Frauenstimmen zu hören, andere können ein Telefonat mit einem Mann vergessen, wenn dieser eine tiefe Stimme hat.

Hörgeräte werden natürlich immer weiter entwickelt und immer besser: Seit einigen Jahren können sie immer besser Sprache von Störgeräuschen unterscheiden, aber noch nicht perfekt. 

„confused“-EmoticonDen meisten Hörgeschädigten fällt es darum schwer wenn in einer Gruppe Menschen mehrere durcheinander reden, sich auf einen einzelnen zu konzentrieren. Es ist einfach zu vieles da, was gleichzeitig gleich laut ist. Im besten Fall ist dann noch ein Staubsauger im Hintergrund.
Da bringt ihnen das Hörgerät herzlich wenig, denn das kann auch nicht erraten, wem dieser Menschen man jetzt zuhören möchte. Solche Probleme sind vor allem bei den hochgradig Schwerhörigen vorhanden.


Es gibt verschiedene Arten von Hörschädigungen


leichte Schwerhörigkeit -mit einer leichten Schwerhörigkeit fällt man in der Umgebung kaum auf.

eine mittelgradige Schwerhörigkeit ist da schon auffälliger: wenn es laut ist zB bei einer Veranstaltung fällt es mittelgradig Schwerhörigen schwer, sich auf das Gespräch konzentrieren zu können, denn der Lärm stört. 

Hochgradig an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit(resthörig)  grenzt sehr nah an die Gehörlosigkeit. Die Resthörigen können ohne ein Hörgerät (fast) keine Geräusche hören. 

Gehörlosigkeit  bedeutet man hört NICHTS oder hat nur circa 1 %  Resthörvermögen. Diese Menschen haben meist ein CI oder sind gebärdensprachlich orientiert.


Auditive Wahrnehmungsstörung-  von dieser Hörschädigung beeinträchtigte Menschen hören meistens sehr gut, allerdings haben sie besonders große Selektierungsprobleme.


Quelle: Eigene Erfahrungen sowie hier.

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