Er ist wieder da [Timur Vermes] - Rezension

By | Mittwoch, 9. April 2014 Leave a Comment
In der Satire "Er ist wieder da" lässt Timur Vermes Adolf Hitler 2011 im modernen Berlin wieder zum Leben erwachen. Dieser ahnt jedoch nichts von den Geschehnissen und denkt ein Schläfchen gemacht zu haben, merkt aber schon bald dass etwas nicht stimmt. Nichts ist mehr zerstört, obwohl doch Krieg war, die respektlosen Jungen spielen Fußball statt in der Hitlerjugend zu sein, erwiedern den Hitlergruß nicht und erkennen tun sie ihn auch nicht. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird der ehemalige Führer sogar für einen gewissen Stromberg gehalten. Adolf Hitler versteht die Welt nicht mehr. Als er in der Zeitung eines von Türken(!)geführten Kiosk sieht, dass seine Zeit eigentlich schon vorbei ist und ihm niemand sagen kann wo seine Reichskanzlei hin ist, merkt Hitler, dass er einiges verpasst hat und sich der neuen Situation, die eindeutig vom Feind verursacht wurde, stellen und anpassen muss.

Das Buch ist überraschend lustig und man fragt sich, ob man darüber überhaupt lachen darf. Darf man mit jemandem lachen, der für so schreckliche Taten verantwortlich ist? Dinge wie das Hitler die Bild-Zeitung für eine Seniorenzeitung hält, die aus Freundlichkeit sehr große Buchstaben druckt, er vom Internet fasziniert ist und später sogar ins Fernsehen kommt, weil ihn alle für einen begnadeten Schauspieler halten, er es aber bitter ernst mit seinen Ansprachen hält, lesen sich lustig, denn Timur Vermes kann gut darstellen was Hitler sich in der modernen Welt denkt.


Er ist wieder da
Timur Vermes
396
ISBN 978-3-8479-0517-2
19,33€ als Hardcover
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