Rebecca Michele[Interview]

By | Mittwoch, 16. Dezember 2015 Leave a Comment
Als ich vor einigen Wochen "Das Lied der Lüge" der freien deutschen Autorin Rebecca Michele gelesen habe(*zur Rezension geht es hier*) dachte ich mir, ein Interview mit ihr wäre sicherlich interessant.



Rebecca Michele ist eine deutsche freie Autorin aus Rottweil (BW)und hat bisher unter verschiedenen  Pseudonymen insgesamt 31 Bücher  veröffentlicht. 
Die meisten ihrer Werke sind historische (Liebes-)Romane und Liebesromane, so wie es auch "Das Lied der Lüge" ist.
Neben dem Schreiben war Rebecca Michele bis 2014 erfolgreiche Turniertänzerin. Doch sie hat nicht nur selbst getanzt sondern ist auch Tanzsporttrainerin.
Unregelmäßig organisiert sie außerdem Fahrten in das Vereinigte Königreich, nach Irland und England. Ehrenamtlich 
engagiert Rebecca Michele sich bei den Katzen eines Tierschutzvereines und präsentiert regelmäßig die Mode des Modehauses Bantlin(Kirchheim unter Teck) auf Modenschauen.







Eine reiche Frau die einer armen das Kind abkaufen will und der weitere Verlauf der Geschichte sind keine alltäglichen Geschehen, wie sind Sie auf die Idee zu "Das Lied der Lüge" gekommen?

R.M.:
Bei dem Roman „Das Lied der Lüge“ kam für mich zuerst der Zeitraum, in dem die Handlung spielen soll: England, zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Suffragetten, denn ich wollte über die Frauenrechtsbewegung in der damaligen Zeit schreiben. In meinem Romanen versuche ich Themen aufzugreifen, über die nicht schon Dutzende von Büchern geschrieben worden sind, und die mich persönlich auch berühren. 
Susans Verhalten ist eine Art „Leihmutterschaft“, ein Thema, dass auch heute immer wieder aktuell ist und zu kontroversen Diskussionen führt. So kam es zu der Idee, auf diesen Plot den weiteren Lebensweg der Protagonistin aufzubauen. Die einzelnen Handlungsstränge flossen dann beim Schreiben ein. Personen drängten sich einfach in die Geschichte rein, die beinahe selbstständig handelten, und die weiteren historischen Ereignisse dieser Zeit passten gut zu dieser Geschichte.

Gibt es ein Buch das mit diesem zusammenhängt? In dem man z.B. Personen wiedertrifft?

R.M.:
Wenn Sie damit meinen, ob ich ein weiteres Buch mit diesen Personen geschrieben habe, dann muss ich leider nein sagen. Eine Fortsetzung der Geschichte wäre zwar möglich, war vom Verlag aber nicht gewünscht.Ansonsten gibt es natürlich sehr viele Bücher – Biographien, Sachbücher usw. – zu den Themen dieses Romans und auch über die historischen Personen, wie z.B. über Sarah Bernard und Emmeline Pankhurst.

Können Sie mir verraten, was für Projekte derzeit anstehen, worauf wir Leser uns freuen können?

R.M.:
Im September erschienen ist der 5. Band meiner Cornwall-Krimi-Reihe mit dem Titel „Mord vor Drehschluss“ (Dryas-Verlag, Frankfurt).Derzeit arbeitete ich „Damenwahl“ - dem 3. Band der Krimi-Reihe mit dem Schauplatz Rottweil, meiner Heimatstadt in Baden-Württemberg. Dieses Buch wird im März 2016 im Silberburg-Verlag, Tübingen, erscheinen.Als nächstes Schreibprojekt steht dann ein weiterer Roman unter den Pseudonym Ricarda Martin für den Droemer-Knaur-Verlag an. Ich kann so viel verraten, dass es wieder eine sehr spannende und aufwühlende Geschichte werden wird, die fest mit historischen Ereignissen verbunden ist, die Auswirkungen auf die Protagnisten haben. Es wird aber keine Geschichte auf zwei Zeitebenen werden, die Handlung ist in den 1960er Jahren angesiedelt.



Wieso schreiben Sie unter verschiedenen Pseudonymen?

R.M.:
Die verschiedenen Namen sind den verschiedenen Genres geschuldet. Ricarda Martin steht, ebenso wie Michelle Ross, für opulente und umfangreiche Frauen-/Familiensagas vor historischem Hintergrund, während ich als Rebecca Michéle klassische historische Romane, Krimi und auch zeitgenössische Liebesromane veröffentliche.Die Entscheidung, ob ein Pseudonym gewählt wird, trifft in meinem Fall der jeweilige Verlag. Es handelt sich aber um offene Pseudonyme, so dass meine Leser die jeweiligen Romane zuordnen können.

Haben Sie Schreibrituale wie z.B. bestimmte Musik?

R.M.:
In der Regel schreibe ich tagsüber in meinem heimische Arbeitszimmer, im Sommer auch im Garten. Am besten schreibe ich ab den späten Vormittagsstunden bis in den frühen Abend hinein. Das Radio läuft mit Hintergrundberieselung, oft lege ich mir auch eine entsprechende Musik-CD ein. Welche Art von Musik hängt von den jeweiligen Szenen ab. Schreibe ich romantische Szenen, dann ist es eher etwas Softes, bei Krimis durchaus Rockmusik. Das kommt auch auf meine jeweilige Stimmung an.Wenngleich Musik mich beflügelt, schätze ich sonst meine Ruhe beim Schreiben. Telefon, Handy, das eMail-Programm, Facebook und Co. sind ausgeschaltet, damit ich nicht abgelenkt und aus meinen Gedanken herausgerissen werde.

Wie lange brauchen Sie durchschnittlich für ein dickes Buch wie "Das Lied der Lügen"?

Dieser Roman war bisher mein umfangreichster mit über 900 Manuskriptnormseiten. Am „Lied der Lüge“ habe ich ca. 10 Monate geschrieben, da auch eine umfangreiche Recherchearbeit notwendig war. In der Regel schreibe ich ca. 150 Normseiten (zu je 1.800 Anschläge) im Monat, allerdings ohne die Zeit für die Recherche.

Gibt es noch etwas was sie (ihren Lesern) gerne sagen möchten?

Als erstes möchte ich mich bei all meinen Lesern ganz herzlich bedanken. Zum Teil halten diese mir und meinen Romanen seit fast zwanzig Jahre die Treue. Wir Autoren und Autorinnen schreiben nämlich für die Menschen da draußen, ohne unsere Leser wären wir nichts.Auch freue ich mich stets über Zuschriften und Meinungen. Es ist mir immer eine Freude zu hören und/oder zu lesen, dass jemand durch meine Geschichten für einige Zeit in eine andere Welt abtauchen und sich entspannen konnte. Das gibt mir die Kraft und die Motivation, hoffentlich noch viele Jahre schöne Geschichten zu entwickeln und zu schreiben.Wenn Sie mehr über mich und meine Arbeit erfahren möchten, freue ich mich über einen Besuch auf meiner Website:www.rebecca-michele.de
Neuerer Post Älterer Post Startseite

0 Kommentare :

Linkwithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...