Rezi: Sommernovelle[Christiane Neudecker]

By | Mittwoch, 23. Dezember 2015 Leave a Comment
Lotte und Panda wachsen in der Nachkriegszeit auf.
Sie setzen sich für den Umweltschutz ein, sorgen sich über die Folgen von Atomkatastrophen wie Hiroshima und bangen um das Ende des Kalten Krieges.
In den Ferien machen sie für eine Weile ein Praktikum auf einer Vogelstation. Während des Vogelzählens und den anderen anfallenden Aufgaben lernen sie die ansässigen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Station kennen, die die Mädchen nachhaltig verändern: Lotte verliebt sich in den älteren Julian, während Panda eine intensive Freundschaft zu Hiller entwickelt, der ihr zeigt wie man den Himmel mitsamt seinen Vögeln "liest".

Die beiden Protagonistinnen sind junge naive Mädchen, die sich noch gar nicht darüber im Klaren sind, dass sie alleine die Welt nicht retten können. Während der erste Liebeskummer bei Lotte vorherzusehen ist, ist besonders die Entwicklung von Panda für mich sehr interessant. Während sie zunächst eine Klette ist die nur mit Lotte zusammen anzutreffen ist, ist sie später öfters auf eigener Faust unterwegs. Ihr Vater ist schwer krank sodass sie ihrer Mutter keine Sorgen bereiten möchte, was man am Rande erfährt. Sie ist eines dieser Mädchen, die viel zu früh erwachsen und vernünftig zu sein versuchen bzw. müssen. Panda hat sehr kluge Gedanken und die Autorin hat schriftstellerisch gute Arbeit geleistet, denn "Sommernovelle"ist eine erfrischende Geschichte, mit einem leichten Schreibstil. Ich hätte mir allerdings mehr Seiten gewünscht. Nach dem Ende hätte noch etwas kommen müssen. Auch finde ich den Preis für weniger als 200 Seiten etwas zu hoch, wenngleich ich mich natürlich nicht mit der wirtschaftlichen Perspektive des Buchmarktes auskenne. Insgesamt vergebe ich deshalb 3 Sterne.




Sommernovelle
Christiane Neudecker
Luchterhand-Literaturverlag
erschienen am 25.05.2015
192 Seiten
16,99€
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