BloggerUnited: Wie wichtig sind Buchcover?

By | Donnerstag, 31. März 2016 2 comments
Willkommen bei meinem Beitrag zur Aktion "Blogger United- Let's discuss together!" mit dem Thema "Buchcover". Die Aktion wurde von Nicole organisiert. Hier findet ihr ihren ersten Beitrag, bei dem ihr auch alle anderen Teilnehmer findet. Morgen geht es bei Tina weiter, die sich auf ihrem Blog mit den außergewöhnlichsten Beiträgen der letzten Zeit beschäftigt. Mit diesem Beitrag melde ich mich aus meiner zweimonatigen schulbedingten Pause zurück. Pannen möge man mir bitte verzeihen und lieb anmerken. ;)


Warum sind Cover so wichtig? Was leisten Cover? Wie macht man sich dies in der Branche zunutze? Wie denken verschiedene Menschen über Cover? Was genau hat es mit dem Shitstorm zu "Ugly Love" auf sich? Viele verschiedene Dinge über die ich mir hier meine Gedanken mache.

1.Das Cover und sein Job

Das Cover und der Titel sind meist das erste, was wir von einem Buch wahrnehmen, wenn wir es selbst entdecken und keine Dritten beteiligt sind. Man kann also nicht bestreiten, dass das Buchcover den ersten Eindruck erheblich beeinflusst.
Die wenigsten Leser, ich würde sogar so weit gehen und behaupten garkeine Leser, nehmen jedes einzelne Buch ihres Wunschgenres in der Buchhandlung in die Hand bevor sie sich für ein Werk entscheiden, welches sie dann kaufen. Dafür stehen viel zu viele Werke im Regal. Wofür man sich dann entscheidet, ist meist das Buch, dass aus den Angesehenen am Meisten zusagt. Der Inhalt, der Autor, das Format(Taschenbuch,Hardcover,Hörbuch,jedem das seine) und der Preis spielen da zusammen.
Doch wie nimmt man das Buch als erstes wahr? Richtig, auf dem Tisch oder im Regal liegend bzw stehend. Das Cover ist das erste, über dass unser Blick streift. Wenn wir darüber hinwegschauen, ist es unwahrscheinlich, dass wir es noch registrieren und letztendlich mitnehmen. Das Cover ist für den planlosen orientierungslosen Buch-Käufer quasi ein Schild im Schilderwald. Was unscheinbar und langweilig ist, wird übersehen. Klar zählen die inneren Werte für die meisten Leser mehr als das Cover, aber wenn das Cover mich nicht anspricht, wie soll ich überhaupt auf dieses eine Buch aufmerksam werden und dem Inhalt eine Chance geben?
Dies war lang und breit nochmal niedergeschrieben, was wir eigentlich alle wissen:
Ohne ein Cover, dass uns aufmerksam macht, ist das Buch für uns im Buchdschungel erst einmal unsichtbar.
Allein deshalb wird immer mehr Wert auf das Cover gelegt. Während die alten Schinken häufig einfach nur Autor und Titel zeigen, sind die modernen Buchcover aufwendig gestaltet- digitale Konstruktionen oder Ergebnisse von aufwendigen Fotoshootings werden den Käufern präsentiert, was zur Folge hat dass mittlerweile ein farbloses schlichtes Cover oft mehr auffällt als ein buntes.

2.Optik und ihre Schattenseiten

Durch Cover sehen Bücherwürmer häufig schnell, was zusammengehört. Serien eines Autors sind meist ähnlich gestaltet, sodass man sofort neues mit altem verbinden kann. Wer nicht über das erscheinen eines neuen Bandes informiert ist, sieht ihn im Regal sofort. Ein Paradebeispiel sind dafür die Bücher der Selection-Serie mit ihrer Covergestaltung (Mädchen,Kleid,Schrift).Andere Beispiele sind Bücher von Jojo Moyes. Diese sind zwar, soweit ich weiß, alle in ihrer Handlung abgeschlossen und hängen nicht zusammen, doch auch bei diesen schaut man dann hin und erkennt, dass sie von der Lieblingsautorin sind.


 

3. Coverklau

Cover helfen also häufig beim Erkennen eines persönlichen Schatzes zwischen all den Büchern im Regal. Doch nicht nur Inhalte werden immer wieder ähnlich reproduziert, auch Cover sind mittlerweile nicht selten unähnlich. Besonders aufgefallen sind mir da spontan folgende Cover:


Klar ist das Model auf dem Cover von oben fotografiert und auch nicht stehend, wie das Mädchen auf den Selection-Büchern, aber die Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen. Auch die Verzierung über dem Wort "Juwel" ist genau wie auf den Selectioncovern, selbst die Schrift ist identisch- großer Titel und etwas kleiner darunter der Untertitel. Interessanterweise ist Amy Ewing's "Juwel" genau wie Kiera Cass' Selection Bücher vom Fischer-Verlag, der sich der Ähnlichkeit sicherlich bewusst war und sie absichtlich bestehen ließ. In der Hoffnung dass das Buch die Selection-Fans anlockt? Ich weiß es nicht, ich finde es aber sehr frech.



Auch bei Gayle Formans Cover zu "Wenn ich bleibe" ist eine Ähnlichkeit zu Jojo Moyes Covern nicht bestreitbar. Ich finds schade, aber die ausländischen Autoren kriegen ja nunmal nicht wirklich mit, wie ähnlich ihre Cover in einem anderem Land ihren Kollegen sind.









Besonders schlimm finde ich den Coverklau, wenn das Cover identisch ist. Die Stadt der verschwundenen Kinder ist ein relativ bekannter erster Band einer Serie, dieses Cover wurde 1:1 übernommen, nur gespiegelt:








In der Kreativbranche scheint manchmal wirklich einfallslosigkeit zu herrschen, hier ein weiterer Cover-Abklatsch...














Doch dies passiert nicht nur bei deutschen Covern.
Die Orientierung an populären Werken passiert auch in den USA, wie man am US-Cover von "Touched" sieht.
Es mag eine Rose sein, aber kommt uns dass nicht bekannt vor? Vielleicht von diesem Cover hier rechts, welches einige Jahre älter ist?







4.Der Shitstorm rund um "Ugly Love"

Ugly Love ist der englische Titel von Colleen Hovers neustem Buch, welches erst im September in Deutschland erscheinen wird. Vor ein paar Tagen wurden der deutsche Titel und das deutsche Cover bekannt, welches bei einigen Leuten für schlechte Laune sorgte... Mitarbeiter des deutschen Verlages, DTV, wurden beschimpft, es wird zum Boykott aufgerufen etc etc. Und dass alles wegen eines Covers und eines Titels. Daran sieht man, dass einigen Menschen das Cover und der Titel scheinbar wichtiger sind als der Inhalt. Ich persönlich finde das unfassbar, aber jedem das seine.
Mehr Infos zum Shitstorm findet ihr hier und unter hashtags wie #wirsindfüruglylove .





5.Meinungen

Ein jeder hat eine andere Sicht auf die Dinge, darum habe ich hier 4 verschiedene Statements zum Thema
1.
Ich kaufe auch mal ein hässliches/nicht ansprechendes Buch. Hauptsache der Inhalt passt und ist spannend. Meistens ist es der Titel der mich dazu anregt, den Klappentext zu lesen. Aber wenn das Gesamtpaket stimmt ist es natürlich immer wieder schön. Wenn ich den Titel lese, und ihn spannend finde ist mir dass Cover eigentlich egal. 😪 Also eigentlich ist beides gleich wichtig, aber der Titel gibt eben schon Infos über das Buch und das Cover unterstreicht das eben nur so als Nebeneffekt.
2.
 Mir sind Cover sehr wichtig. Wenn es aber gut klingt, also worum es da geht, dann steigen die Chancen wieder. Chancen hat bei mir eigentlich jedes Buch, da ich mir fast jedes einzelne im Buchladen ansehe. 


3.
 Cover sind schön wenn sie schön sind, müssen sie aber nicht sein. Mir geht es um die inneren Werte und man sieht eh nur die Seite im Regal. Die Selection-Reihe ist die einzige die ich mir wegen des Covers gedruckt gekauft habe, weil sie für den eReader einfach zu schön sind.

4. ist ein Beitrag in einer Diskussion zu "Ugly Love" die ich einfach passend finde



Meine Frage an euch-
wie wichtig sind euch Cover? Beeinflussen sie euch beim Kauf wenn ihr ein Buch erst einmal in der Hand habt? Wie findet ihr den Wirbel um Ugly Love? Welche Cover-Klaus fallen euch noch ein? Stimmt ihr einer oder mehreren der Statements zu?

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Kommentare :

  1. Hey,
    das ist nicht frech, sondern Marketing! Und Scherenschnitte sind derzeit für Romane angesagt.
    Cover sind die Verpackung der Bücher. Deshalb sollten sie die Leser ansprechen. Wenn mich aber ein Buch interessiert, kaufe ich es auch mit einem nicht ganz so schönen Cover. Ein schönes Cover ist für mich das I-Tüpfelchen :) Den Shutstorm wg ugly love finde ich völlig übertrieben. Ich finde den Titel etwas holprig, das Cover aber schön. Auch wenn es kein sehr ausgefallenes ist, aber so schrecklich ist es nun auch wieder nicht! Ich bin Fan von Hoover und würde mir ihre Bücher auch mit hässlichem Cover kaufen - zähneknirschend.
    Ich denke, einige sollten weniger Wert auf das Cover legen und sich zum Inhalt eines Buches rückbesinnen. Hübsche Cover liebe ich aber natürlich auch ;)
    lg. Tine :)

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  2. Es gibt auch WEbseiten, die sich mit Cover-Ähnlichkeiten beschäftigt. Und es ist manchmal sehr spannend, welcher Grafiker es besser hinbekommen hat :-)

    Ansonsten.. es ist schwer, sich von der Cover-Abhängigkeit zu lösen. Denn besonders unter SPlern gibt es tolle Texte, die mit extrem einfachen Covern gestaltet sind. Es ist schwer, dann nich zu denken "Das ist doch nix Gutes!"

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