Spätnachtgedanken

By | Donnerstag, 7. April 2016 Leave a Comment
Du liegst im Bett und weißt genau, du solltest so langsam schlafen, wenn du vom nächsten Tag etwas haben möchtest. Du weißt, du solltest den Laptop ausschalten, das Handy in den Flugmodus schicken und die Augen schließen. Doch das tust du nicht. Du redest dir ein, noch nicht schlafen zu müssen und nimmt das Handy und öffnest Whatsapp. Du schreibst mit jedem, der um diese späte Nachtzeit noch wach ist. Du schreibst und schreibst, als würde dein Leben davon abhängen. Denn sobald du da alleine im dunklem im Bett liegst, kommen die dummen Gedanken. Was-wäre-wenn-Spielchen tanzen in deinem Kopf herum und wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, wäre alles anders. Besser. Schöner. Aufregender. Und du schreibst und schreibst, damit du nicht alleine mit den Gedanken bist, bis du irgendwann über dein Handy einschläfst. Die Gedanken, die einem Nachts im Bett kommen oder in anderen stillen ruhigen Momenten sind tückisch. Sie verschwinden nicht einfach, wie ein schlechtes Gewissen quälen sie dich, und Ablenkung ist wie bei Tinnitus die einzige Lösung um nicht durchzudrehen. Doch gute Ablenkung ist rar; das Licht wird wieder angemacht und du läufst im Idealfall zum Kühlschrank, dessen kühle Luft dir entgegen schlägt. Doch spätestens am Morgen wenn der Wecker klingelt ist klar; du musst endlich schlafen. Doch die Gedanken lassen dich nicht, sie lassen dich einfach nicht in Frieden. Schlaftabletten? Machen abhängig. Nicht schlafen? Keine Option. Bei Freunden schlafen? Keine Dauerlösung.
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